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Several of Ferdinand's Klimt paintings were exhibited in Vienna in 1943. In the exhibit catalogue Buchenwald is #10 (listed as belonging to Staedt. Sammlungen, Wien), Bildnis Adele Bloch-Bauer I is # 38 (Moderne Galerie, Wien), Schloss Kammer am Attersee III is # 8 (Privatbesitz), Bildnis Adele Bloch-Bauer II is # 62 (Privatbesitz), and Apfelbaum is # 55 (Moderne Galerie). 32) Ferdinand Bloch-Bauer did not return to Vienna. After the war ended, in August, 1945, he retained the attorney Dr. Erwin Lowatschek in Zurich to handle his affairs. He apparently gave Dr. Lowatschek very precise instructions, although these instructions are not revealed in the few documents which have survived from this time. Ferdinand also wrote to the attorney Dr. Gustav Rinesch in Vienna, a friend of his nephews Karl 33) and Robert, and instructed him to work closely with Dr. Lowatschek. 34) On September 28, 1945, Dr. Rinesch wrote to Prof. Grimschitz inquiring about paintings from the collection of Ferdinand Bloch-Bauer: Sehr geehrter Herr Professor! Herr Präsident Ferdinand B l o c h-B a u e r hat mich mit der Vertretung seiner Interessen betraut. Aus den Abwicklungsarbeiten des Herrn Dr. Erich Führer stelle ich fest, dass die gesamten Kunstsammlungen meines Mandanten zum Teil an reichsdeutsche Museen verkauft wurden, zum Teil jedoch, Gott sei Dank, im Inland verblieben sind. Ich nehme an, dass Sie die Sammlung selbst gut gekannt haben. Ohne den Absichten meines Mandanten im einzelnen vorgreifen zu wollen, bin ich beauftragt, zunächst Nachforschungen über den Verbleib der einzelnen Stücke der Sammlung anzustellen, um diese nach Möglichkeit sicherzustellen. Ich wäre Ihnen daher dankbar, wenn Sie mir zunächst mitteilen könnten, welche Objekte sich in den Wiener staatlichen oder städtischen Galerien befinden und welche vermutlich nach Deustchland ausgeführt worden sind. Es wird vor allem meine Aufgabe sein, die letztgenannten Bilder mit Hilfe der Alliierten Militärbehörden dem österreichischen Kunstbestand zu erhalten. Ich empfehle mich Ihnen, sehr geehrter Herr Professor, mit dem Ausdruck der vorzüglichen Hochachtung als Ihr ergebener Rinesch In a document from this time period 35) listing artworks from Ferdinand's collection, it is stated: Aufstellung der aus der Sammlung Bloch-Bauer in Wien verkauften Bilder und sonstigen Kunstgegenständen. RM 8.VII.1941Schindler: Bach m.Brücke 43x633.125.- verk. an Ernst Zix, Wien 15.VII.1941zugeschrieben Hobbema: Landschaft 49x631.000.- Schindler: Häuser am Bach 43x692.500.- Waldmüller: Offizier 31x262.500.- Neder: Rekrutierung.Skizze 35x60 500.- verk. an Dr. Ed. v .Etthoven 7.IX.1941Gauermann: 18x24 200.- Max Pfeiler: 100x126 600.- verk. an Frau Grete Rochlitzer 8.X.1941Barock: Tierstück 102x1261.300.- Pettenkofen: Gefl:ugelhändlerin 14x9.5 800.- verk. An Frau Albertine v. Questl. 25.IX.1941Moll: Winterlandschaft 80x80 500.- Pettenkofen: Slowakisches Dorf 37x241.200.- Barock: Stilleben 62x492.000.- Porzelan1.885.- verk. Durch Vermittlung des Auktionshauses Kärntnerstrasse.
Frau Bloch-Bauer übermittelt: Klimt: Damenbildnis vor Goldgrund Klimt: Apfelbaum Dr. Rinesch wrote again to Prof. Grimschitz on October 19, 1945, referring to an earlier letter from Prof. Grimschitz which has not been located: Sehr geehrter Herr Hofrat! Ich bestätige mit verbindlichstem Dank Ihr freundl. Schreiben vom 18. ds. Ich habe den Inhalt an Herrn Präsidenten Bloch-Bauer weitergegeben. Ich bin ungefähr in Kenntnis über die aus dem Besitz Bloch-Bauer gestätigen Verkäufe an Reichsdeutsche geleitet, diese sicherzustellen. Nach Einlagen der Aufträge meines Mandanten werde ich mir erlauben, mich bei Bedarf wieder an Sie zu wenden. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr ergebener Rinesch Ferdinand died November 13, 1945 in Zürich, where he had resided since fleeing Czechoslovakia in 1939. His last will and testament, dated October 22, 1945, divided his entire estate among two nieces and a nephew, without mentioning any specific items of property. The last will declared that all prior wills were invalid. Mein letzter Wille Im vollen Besitze meiner geistigen Kraefte frei von jedem Zwang bestimme ich Folgendes: Die Hälfte meines mobilen und immobilen Vermögens hinterlasse ich meiner Nichte Louise Baronin Gutmann geborenen Bloch-Bauer wohnhaft z.Z. in Zagreb. Ein Viertel meines mobilen und immobilen Vermögens hinterlasse ich meiner Nichte Maria Altmann gebornene Bloch-Bauer wohnhaft z.Z. in Hollywood (Calif.) Ein Viertel meines mobilen und immobilen Vermögens hinterlasse ich meinem Neffen Robert Bentley (früher Bloch-Bauer) wohnhaft in Vancouver, B.C. Kanada. Ich wünsche in nächsten Krematorium eingeäschert zu werden. Meine Urne möge am gleichen Orte (wenn möglich) wie die Urne meiner seeligen Frau beigesetzt werden. Diesen meinen letzten Willen habe ich selbst geschrieben und auch eigenhändig unterschrieben. Ferdinand Bloch-Bauer Zürich 22. October 1945. Alle früheren Testamente erkläre ich für ungültig. Ferdinand Bloch-Bauer Dr. Rinesch continued to represent Ferdinand and later his heirs 36) in the pursuit of looted artworks. On November 21, 1945, probably unaware of Ferdinand's recent death in Zurich, Dr. Rinesch wrote to Dr. Fr. Balke of the Österreichische Galerie requesting assistance in recovering paintings, referring however not to the interest of his clients, but to the interests of Austria: Unter Bezugnahme auf meine Vorsprache übermittle ich Ihnen anschliessend eine Aufstellung der Bilder aus der Sammlung Bloch-Bauer, welche sich vermutlich in Deutschland befindet. Ich bitte Sie auch um Ihre Unterstützung bei Rückgewinnung dieser Bilder für Oesterreich. Ich nehme an, dass es nicht schwer sein wird, die einzelnen Stücke, die ja sehr wertvoll sind, in den Sammlungen Hitlers, Göring etc. aufzufinden und für Wien sicherzustellen. 37) Die im Jahre 1940 zur Versteigerung gelangte berühmte Sammlung Bloch-Bauer "Altwiener Porzellan des Klassizismus" befindet sich zu einem Teil im Besitz des Historischen Museums der Stadt Wien, zu einem anderen Teil in Händen von privaten Sammlern und ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie auch hier Ihre Bemühungen zur Rückgewinnung aufwenden wollten. Besonders bitte ich Sie an das Museum der Stadt Wien mit der Anfrage heranzutreten, ob man dort geneigt ist, die Stücke gegen Ersatz der aufgewendeten Preise zurück zu stellen. He also wrote a similar letter to Staatsamt für Volksaufklärung und Unterricht on November 21, 1945: Mein Mandant, Präsident Ferdinand Bloch-Bauer derzeit Zürich, Schweiz, besass eine wertvolle Kunstsammlung, die in seiner Wohnung in Wien, I., Elisabethstrasse 18 untergebracht worden war. In den Jahren 1938/39 wurden die Hauptstücke dieser Sammlung verkauft. Der Erlös wurde durch die damaligen Bevollmächtigen meine Mandanten zur Abdeckung von Steuerschulden verwendet. Es handelt sich um eine Reihe von Bildern Wiener und österreichischer Meister laut Anlage. Sie entnehmen der Anlage auch, dass sich diese Bilder im Allgemeinen bei ehemaligen nationalsozialistischen Funktionären befanden. Es wird vielleicht möglich sein, in den bereits sichergestellten Sammlungen dieser Herren die einzelnen Stücke festzustellen und ich bitte die Hilfe der amerikanischen Besatzungsbehörden hiezu in Anspruch zu nehmen. Der Liste entnehmen Sie auch die Verkaufsdaten und Verkaufspreise. Die Rückgewinnung dieser wertvollen Bilder ist für den österreichischen Kunstbesitz zweifellos von grosser Wichtigkeit und ich bitte Sie um Ihre Unterstützung. Dr. Rinesch had further correspondence along these lines with Josef Zykan of the Staatliche Denkmalamt on November 28, 1945 and December 29, 1945. A number of paintings were retrieved from the collection of Dr. Führer, who had been arrrested for his Nazi activities, and were held in the apartment of Ferdinand's nephew Karl Bloch-Bauer on Modenapark. Others were located at the Munich Art Collecting Point. Dr. Rinesch sent a report to Robert Bentley on July 1, 1946, listing a number of artworks from Ferdinand's collection. Klimt's Apfelbaum, Buchenwald, and Bildnis Adele Bloch-Bauer I are listed. On August 19, 1946, Dr. Rinesch requested assistance in identifying missing items from the Bloch-Bauer collection from Dr. Erhard Buschbeck of the Österreichische Galerie, who forwarded the request to Dr. Novotny on August 29, 1946. The Österreichische Galerie responded on September 3, 1946 by referring Dr. Rinesch back to Josef Zykan of the Bundesdenkmalamt: "Dort ist Herr Dr. Zykan am besten mit allem die Sammlung Bloch-Bauer betreffenden Fragen vertraut." On September 6, 1946, Dr. Rinesch wrote to the Munich Art Collecting Point seeking information on a number of looted artworks. 38) Robert Bentley wrote from his home in Vancouver, British Columbia to Munich on December 14, 1946, identifying the Nazi official Ernst Schulte-Strathaus as a witness to the liquidation of Ferdinand's estate. 39) On March 26, 1947, Robert Bentley reported to his sister Luise in Zagreb on the situation with Ferdinand's estate: . . . Wie versprochen, will ich Dir nun etwas ausfuehrlicher ueber die Erbschaft berichten. Durch verschiedene Umstaende ist die Sache verzoegert worden; nachdem Du Dich nun bereit erklaert hast Deinen Teil anzunehmen, hoffe ich, dass die Sache langsam vorwaerts gehen wird. Onkel starb in der Schweiz, wo er seinen Wohnsitz hatte. Nach Schweizer Internationalem Privatrecht hat der gesamte bewegliche Nachlass in der Schweiz abgehandelt zu werden. Nachdem die Schulden in der Schweiz die Aktiva uebersteigen und auch der bewegliche Nachlass in der CSR und Oesterreich fraglich ist, hat das Gericht in der Schweiz entschieden, dass dort keine Erbschaftssteuern zu zahlen sind. Diese Tatsachen kann Dir auch auf Wunsch der Anwalt: Dr. O. Schuppisser, Loewenstr. 1, Zuerich mitteilen. Er wird jetzt dort die Verlassenschaft zu Ende fuehren und die Erbscheine werden ausgestellt werden. In Oesterreich liegt die Sache so, dass seinerzeit von den Nazis Onkels gesamtes bewegl. und unbewegl. Vermoegen gestohlen wurde. Zum grossen Teil fuer Steuern, die man Onkel aus reiner Willkuehr vorgeschrieben hat. Es wird lange dauern, bis man da etwas auf Grund der Wiedergutmachungsgesetze retten wird. Unser Anwalt ist Dr. Gustav Rinesch, Stalinplatz 10, Wien.IV. In Bruck sind die Russen, wir haben keine Ahnung, wann dort die Besitzverhaeltnisse geklaert sein werden. 40) Jedenfalls braucht Rinesch auch fuer die oesterr. Behoerden einen Totenschein von Victor. 41) Ob Du ihm den beschaffen kannst, weiss ich natuerlich nicht. Es ist jedenfalls unmoeglich in Ziffern auszudrucken, wie viel die oesterr. Verlassenschaft wert ist, da man jedem einzelnen Bild etc. nachjagen muss u. noch lange Prozesse u. Verhandlungen folgen werden. On March 31, 1947, Dr. Rinesch wrote to Ministerialrat Kautschitsch of the Bundesdenkmalamt, informing him of his representnation of the heirs of Ferdinand Bloch-Bauer, and requesting the return of various paintings and assistance in locating missing artworks: Unter Bezugnahme auf meine Rücksprache mit Ihnen teile ich zunächst mit, dass Herr Präsident Ferdinand Bloch-Bauer, der Eigentümer der in Ihren Akten registrierten Sammlung, am 13.XI.1945 in Zürich verstorben ist. Ich vertrete die nach seiner testamentarische Verfügung eingesetzten Erben und zwar Herrn Robert B. Bentley, 3924 Pine Crescent, Vancouver B.C., Canada, canadischen Staatsangehörigen, Frau Maria Altmann geb. Bloch-Bauer, Hollywood, Californien, amerikanischen Staatsbürgerin und Frau Luise Gattin geb. Bloch-Bauer, in Zagreb, jugoslavische Staatsbürgerin. 42) Meine Vollmachten stehen zur Einsicht zur Verfügung. 43) Die verlassenschaft ist in Zürich, dem letzten Wohnsitz Bloch-Bauers anhängig und wird nach deren Abhandlung auch in Wien anhängig gemacht werden. Das gesamte österreichische Vermögen Bloch-Bauer ist durch Massnahmen vom deutschen Staat eingezogen, bezw. von Treuhändern veräussert worden. Bis heute ist es gelungen, einen Teil der Kunstgegenstände der Sammlung bereits sicherzustellen. Diese Bilder befanden sich im Besitze oder in Verwahrung des ehemaligen Rechtsanwaltes Herrn Dr. Erich Führer und wurden dann von der britischen Militärregierung sichergestellt und Herrn Cpt. Carl Bloch-Bauer in Wien III., Am Modenapark 10 in Verwahrung gegeben. Es handelt sich um folgende Bilder: Hobbema, Landschaft mit Blumen, Pfeiler, Stilleben m. Melonen u. Früchten, Nigg, Blumenstück auf Porzellan, Neder, Rekruitierung, Danhauser, Mädchen mit Kind u. Hund, Ranftl, Kind mit Hund, Fendi, Mutter mit Kind u. Hund, Gauermann, Reh mit Baum, Emil Schindler, Aulandschaft a.d. Thaya Pettenkofen, Melonenmarkt, " Slowakisches Dorf m. " Markt, " Szene nach der Schlacht, Waldmüller, Porträt Graf Apponyi. Ich bitte also die Forschungen nach den obgenannten Bildern einzustellen, weil dieselben bereits vorhanden sind. Ihre formelle Rückgabe steht unmittelbar bevor. Hingegen fehlt ein weiterer Teil der Sammlung und zwar eben die wertvolleren Gemälde. Ich habe Ihnen bereits vor mehr als Jahresfrist eine Liste zur Verfügung gestellt, aus welcher Sie entnehmen können, welche Bilder durch den damaligen Vertreter Bloch-Bauer's an deutsche Funktionäre und Museen verkauft wurden. Ich habe diese Liste auch an Herrn Dr. Juraschek, Denkmalamt Linz und der amerikanischen Militärregierung Wien und Salzburg gesandt, mit der Bitte, den derzeitigen Verwahrungsort festzustellen und die Ansprüche meiner Mandanten vorzumerken. Ich habe auch eine gleiche Liste an den "Art Collecting Point" nach München gesandt. So viel ich weiss, wurde auch vom Denkmalamt bereits ein Antrag auf Rückführung dieser österreichischen Kunstgüter gestellt. Da das Rückstellungsgesetz in Kürze Geltendmachung der Eigentumsansprüche meiner Klienten ermöglichen wird, ist mir sehr daran gelegen, dass die noch fehlenden Bilder, eine Plastik von Rodin und ein Gobelin zustande gebracht werden. Ich bitte Sie, Ihren Vertauensmann in Frankfurt a/M. und München zu informieren und mich zu verständigen, sobald sich positive Ergebnisse zeigen. Ich wäre Ihnen auch dankbar, wenn Sie die Hilfe der Fahndungsstelle des Bundesministeriums für Vermögenssicherung in Anspruch nehmen könnten und zeichne mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst In April, 1947 James A. Garrison of the United States Forces in Austria, USACA Section: Reparations, Deliveries and Restitution Division, began making inquiries as to the whereabouts of the missing items from the Bloch-Bauer collection. On May 23, 1947, the Zürich District Court issued a declaration appointing the designated heirs of Ferdinand Bloch-Bauer -- Luise Gattin, Maria Altmann and Robert Bentley. Erbbescheinigung In Sachen des Nachlasses von Ferdinand Bloch-Bauer, geboren am 16. August 1864, von Prag, Tsechoslowakei, gestorben am 13. November 1945, wohnhaft gewesen in Zürich, Hôtel Bellerive, Utoquai 47, bescheinigt der zuständige Einzelrichter: I. das der Erblasser gemäss urkundlicher Feststellung und insbesondere gemäss einer eidesstattlichen Erklärung des Karl Bloch-Bauer, Karmelitska 10, Prag III, abgegeben am 28. November 1945 vor dem Notariat des Kreises Zürich (Altstadt). Als gesetzliche Erben hinterlassen hat: aus der elterlichen Verwandschaft: 1. die Nachkommen des verstorbenen Bruders Louis Bloch: a. Gertrud (Rufname Tuzi) Cahn geb. Bloch 2 Rue de Soutay, Paris 16, b. die Nachkommen der 1942 verstorbenen Tochter Margrit Weissweiler geb. Bloch aus ihrer ersten Ehe mit de Leon: aa. Jaqueline de Leon (früher Seratzki - de Leon) 6 Rue Jasmin, Paris XVIme, bb. Gustav de Leon, Rue de St. Lazare 43, Paris IXme, 2. die Nachkommen des 1938 verstorbenen Bruders Dr. Gustav Bloch-Bauer: a. Karl Bloch-Bauer, geb. 27. April 1901, Karmelitska 10, Prag III, b. Robert Bentley, geb. 23. August 1903, 3924 Pine Crescent, Vancouver BC., Canada, c. Lionell Garrick Bentley, geb. 7. November 1905, Pine Crescent 3924, Vancouver BC., Canada, d. Louise Gattin (ehemals Baronin Gutmann), geb. Bloch-Bauer, geb. 13. November 1907, Zagreb, Jugoslavien, e. Maria Altmann, geb. Bloch-Bauer, geb. 1915 [sic 1916], West Hollywood, Los Angeles 46, 1145 Horn Avenue, California; II. dass gemäss der genannten eidesstattlichen Erklärung in Verbindung mit der urkundlichen Feststellung der Erblasser und sein vorverstorbener Bruder Gustav mit Bewilligung der zuständigen Behörden vom 19. Februar 1917 ihren Namen in "Bloch-Bauer" umgewandelt haben; III. dass gemäss der am 28. November 1945 amtlich eröffneten letztwilligen Verfügung des Erblassers vom 22. Oktober 1945 als Erben eingesetzt werden: 1. Louise Gattin (Ehemals Baronin Gutmann), geb. Bloch- Bauer, (gesetzliche Erbin Ziff. I.2.d.) 2. Maria Altmann, geb. Bloch-Bauer (gesetzliche Erbin Ziff. I.2.e.) 3. Robert Bentley, (gesetzliche Erbe Ziff. I.2.b.); IV. dass keine Einsprache im Sinne von Art. 559 ZGB. gegen die leztwillige Verfügung des Erblassers erhoben wurde, so dass die zur Erbfolge berufnen Erben somit unter Vorbehalt der Ungültigkeits-, Herabsetzungs- und Erbschaftsklage als anerkannt gelten; V. dass bis heute keine Erbausschlagungserklärung vorgemerkt wurde. BEZIRKSGERICHT ZUERICH der Einzelrichter: (Dr. Wien) der Substitut: (unleserlich) On June 30, 1947, Dr. Otto Demus, Leiter of the Bundesdenkmalamt, wrote a series of letters requesting information concerning a list of 44 artworks from the collection of Ferdinand Bloch-Bauer. He wrote to the Österreichische Galerie inquiring whether the museum had obtained several of the Klimt paintings from Ferdinand's collection: Wie aus h.o. Unterlagen hervorgeht, waren nachstehende Stücke aus dem vom deutschen Staat eingezogenen Eigentum des Präsidenten Ferdinand Bloch-Bauer für das dortige Museum bestimmt: B.B. Nr.33 Gustav Klimt: Apfelbaum, ca. 110 x 110 " " " 34 " " Birkenwald, ca. 110 x 110 Ohne Nr. Porträt der Frau Bloch-Bauer Nachdem jedoch aus den h.a. Vermerken nicht ersichtlich ist, ob das dortige Museum die genannten Gegenstände auch tatsächlich erhalten hat, wird ersucht, anher mitteilen zu wollen, ob dieselben sich in dortiger Verwahrung befinden, bzw. das d.o. über deren Verbleib bekannt ist. A similar letter was sent to the Städtische Sammlungen, requesting information concerning items in their collection, but mentioning only Klimt's Apfelbaum. On July 5, 1947, Dr. Wagner, Direktor of the Städtische Sammlungen, responded that the identified paintings, including Klimt's Apfelbaum were not in the possession of the City of Vienna. Dr. Wagner reported that 28 porcelain settings had been purchased by the City of Vienna at the 1941 auction, but many were traded during and after the war so that only 12 settings remained in the City's collection, some of which were very damaged. In his letter, Dr. Wagner did not mention that the City was in the possession of Klimt's Buchenwald (Birkenwald), which had not been mentioned in the version of Dr. Demus' letter sent to the Städtische Sammlungen. On July 9, 1947, Dr. Fritz Novotny, Direktor of the Österreichische Galerie, responded to the Bundesdenkmalamt by stating that the museum was in the possession of Klimt's Apfelbaum and Bildnis Frau Bloch-Bauer, but did not mention the second portrait of Adele, which had been puchased in 1943: In Beantwortung der Anfrage vom 30. Juni, ZL. 1803/47, teilt die unterzeichnete Direktion mit, daß von den genannten drei Gemälden Gustav Klimts sich zwei als Widmungen des ehemaligen Eigentümers Präs. F. Bloch-Bauer im Besitz der Österreichischen Galerie befinden, und zwar: Apfelbaum (Inv. Nr. 3342) Bildnis Frau Bloch-Bauer (Inv. Nr. 3830) 44) Was das dritte Werk, "Birkenwald" betrifft, so kann die unterfertigte Direktion darüber leider keine Auskunft geben; es ist ihr aber bekannt, daß sich in den Städtischen Sammlungen Wien ein Landschaftsbild Klimts mit diesem Titel befindet. Vielleicht würde sich eine Anfrage bei dieser Sammlung empfehlen. On August 12, 1947, Dr. Erwin Haimerl of the Bundesdenkmalamt wrote to Dr. Wagner of the Städtische Sammlungen, inquiring about Klimt's Buchenwald (Birkenwald): Wie dem Bundesdenkmalamt bekannt ist, befindet sich ein Landschaftsbild Klimts, "Birkenwald" benannt, im Besitz der Städtischen Sammlungen. Es wird gebeten, anher mitzuteilen, ob dieses Werk Klimts mit dem Bild des genannten Künstlers "Birkenwald" aus der Sammlung Bloch-Bauer, ca. 110 : 110 cm identisch ist. On August 1, 1947, Dr. Haimerl wrote to Dr. Rinesch informing him that 12 damaged settings of porcelain were located in the Städtische Sammlungen. On August 12, 1947, Dr. Rinesch replied to Dr. Haimerl, stating that he already knew about those porcelain settings, 45) and inquiring if any progress had been made on locating any of the paintings taken from Ferdinand's collection. On August 26, 1947, Dr. Demus responded that research was being conducted in Munich at the Central Art Collecting Point, and further informed Dr. Rinesch of the Klimt paintings located at the Österreichische Galerie: Die Direktion der Österreichischen Galerie gab dem BDA bekannt, dass sich 2 Bilder von Klimt aus der gleichen Sammlung u.zw.: Nr.33 Apfelbaum und ohne Nr. Porträt der Frau Bloch-Bauer im Besitz der Österreichsichen Galerie befinden. On August 28, 1947, Dr. Wagner of the Städtische Sammlungen wrote to the Bundesdenkmalamt stating that one of Ferdinand's Klimt paintings, Buchenwald (Birkenwald) was indeed located in the collection of the City: Zum d.a. Schreiben Zl.3973/47 v.12.d. teilt die gef. Direktion mit, daß das Gemälde "Birkenwald" von Gustav Klimt, Ausmaße 110 x 110 cm, mit dem gleichnamigen Bild aus der Sammlung Bloch-Bauer identisch ist. On September 10, 1947, the Bundesdenkmalamt informed Dr. Rinesch that Klimt's Buchenwald (Birkenwald) was located in the Städtische Sammlungen: Die Städtische Sammlungen Wien haben auf eine ho. Anfrage mitgeteilt, dass sich das Gemälde von Gustav Klimt "Birkenwald" aus der Sammlung Bloch-Bauer (Nr. 34) in dortiger Verwahrung befindet. On September 29, 1947, Marie Therese Wasserman of the French Liason Mission Office of Military Government sent a letter to Dr. Rinesch, informing him that in response to Dr. Rinesch's own inquiry of July 23, 1947, most of the paintings he sought from the Bloch-Bauer collection were indeed located by Captain Doubinsky at the Munich Art Collecting Point. Ms. Wassmeran requested photographs or specific descriptions of the missing Rudolf von Alt artworks so that these could also be identified. On October 9, 1947, Dr. Rinesch wrote to the Bundesdenkmalamt informing it of his success in locating the missing artworks. On November 18, 1947, Dr. Rinesch wrote to the Städtische Sammlungen regarding the porcelain collection. 46) On December 3, 1947, Dr. Wagner responded that the City would agree to return the porcelain settings and Klimt's Buchenwald (Birkenwald) in exchange for the return of the purchase price: 47) Dass wir auf Ihr Schreiben vom 18.11.47, A/W betreffend Porzellansammlung Ferdinand Bloch-Bauer, erst heute antworten, hat seinen Grund in einer Rückfrage, die wir unserer Rechstabteilung stellen mussten. Nach Einlangen der antwort sind wir nunmehr in der Lage Ihnen mitzuteilen, dass wir bereit sind, sowohl das Klimtbild "Birkenwald", als auch das Wiener klassizistische Porzellan soweit es noch vorhanden ist, gegen Rückersatz des Verkaufspreises zurückzustellen. Um hierüber eine Besprechung abhalten zu können, ladet Sie die gefertigte Direktion ein, für Mittwoch den 10.12.1947 um 11 Uhr einen bevollmächtigten Vertreter in die Städt. Sammlungen, Wien I., Neues Rathaus, Stiege 7, Halbstock, Tür 14, zu entsenden. Im Verhinderungsfalle bitten wir sofort den Referenten Dr. Wanschura, Neues Rathaus B 40-500, Klappe 490, zu verständigen. On December 6, 1947, Dr. Rinesch wrote to Robert Bentley regarding his efforts to recover Ferdinand's Klimt paintings, telling him that he has been informed by the Österreichische Galerie that Adele had donated the Klimt paintings to the museum in her will: 48) Den an Ucicky verkauften Klimt habe ich bereits zurück gefordert. Die Osterr. Galerie besitzt 3 Klimt Bilder und zwar 2 Portraets Adele B.B. und ein Bild "Apfelbaum." 2 davon hat sie geschenkt bekommen; eines (das stehende Portraet) gekauft. Bekanntlich had Adele B.B. ihre Klimts testamentarisch dem Museum legiert, der Praesident hatte aber, solange er lebte, das Recht die Bilder noch bei sich zu behalten. 49) Obwohl das Museum also schon frueher in den Besitz der Bilder gelangt ist, waere der Erbfall jetzt eingetreten. Dem Museum ist der Inhalt dieses Testaments bekannt, wurde ihm durch Dr. Fuehrer bekannt gegeben, darueber existiert ein Briefwechsel. Ich glaube, dass das Museum seinen Anspruch durchsetzen muesste. Wie soll ich mich verhalten? Soll ich das Testament Adele B.B. hinausschicken? On January 19, 1948, Dr. Rinesch wrote to the Österreichische Galerie, inquiring about the Klimt paintings and the possibility of returning the artworks to the heirs of Ferdinand Bloch-Bauer: Ich vertrete die Erben nach dem im Jahre 1945 verstorbenen Wiener Sammler Ferdinand Bloch-Bauer. In dieser Sammlung befanden sich u.a. drei Gemälde von Gustav Klimt und zwar zwei Porträts Adele Bloch-Bauer und eine Landschaft. Dieselben wurden anlässlich der erzwungenen Liquidation des Bloch-Bauer'schen Privatbesitzes während der Zeit der deutschen Herrschaft durch den Anwalt Bloch-Bauer's, Herrn Dr. Erich Führer, dem österreichsichen Muesum übergeben. Die genauen Bedingungen dieser Uebergabe sind mir nicht bekannt. Ich wäre Ihnen für die Mitteilung dankbar, wie Sie sich zu den Rückstellungsansprüchen meiner Klienten in diesem Fall stellen würden. In Erwartung Ihrer freundlichen Nachricht zeichne ich hochachtungsvoll (Dr. Rinesch) On January 19, 1948, Dr. Rinesch wrote to the Bundesdenkmalamt requesting permission to export the remnants of the porcelain collection from the City of Vienna and the Austrian Museum of Applied Arts to Canada. On January 21, 1948, Dr. Rinesch wrote a 4-page letter to Dr. Demus informing him of the progress of identification of artworks in Munich and requesting further assistance. On January 28, 1948, Dr. Richard Ernst of the Museum of Applied Arts wrote to the Bundesdenkmalamt, recommending that export permits not be granted for 19 of the 34 porcelain settings purchased by the museum from the 1941 auction. 50) On February 3, 1948, Dr. Novotny wrote to Dr. Rinesch informing him that the Direktor of the Österreichische Galerie, Hofrat Dr. Karl Garzarolli-Thurnlach, 51) was ill and therefore had not been able to respond to Dr. Rinesch's letter: Infolge einer Erkrankung des Direktors unserer Galerie Hofrats Dr. Garzarolli haben wir Ihre Zuschrift vom 19. Jänner, betreffend die Rückstellungsansprüche auf Bilder von Gustav KLIMT aus dem Besitz Bloch-Bauer noch nicht beantwortet. Wir ersuchen hiemit, sich noch wenige Tage gedulden zu wollen. On February 12, 1948, Dr. Demus wrote to Dr. Rinesch stating that the 34 procelain settings in the possession of the Museum of Applied Arts were those that had been selected from the almost 450 pieces in the Bloch-Bauer collection as those most valuable to Austria. However, he stated that in view of the circumstances, the Bundesdenkmalamt was willing to lift the export restriction for all but 19 settings. At the same time, Dr. Demus wrote a letter to the Städtische Sammlungen asking which of the porcelain settings in its collection should not be allowed to be exported to Canada. On February 16, 1948, Dr. Garzarolli wrote to Mrs. Swoboda of Dr. Führer's office at Seilerstätte 16, inquiring whether a copy of the will of Adele Bloch-Bauer could be located in Dr. Führer's files: Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte in der Kanzlei Dr. Erich Führer eine Testamentsabschrift von Frau Adele Bloch-Bauer, deren Gatten Dr. Erich Führer vorübergehend vertreten hat, erliegen. Ich bitte Sie höfflichst mir mitzuteilen, ob es Ihnen m:oglich ist festzustellen, ob eine solche Testamentsabschift noch vorhanden ist, oder bei welchem Notar diese auffindig sein dürfte. Die Österreichische Galerie benötigt, da Herr Ferdinand Bloch-Bauer gleichfalls verstorben ist, zur Wahrung legatarischer Ansprüche das genannte Testament. Wir wären Ihnen für jede Hilfe bzw jeden Rat im Gegenstande überaus verpflichtet. On February 16, 1948, Dr. Garzarolli wrote to Dr. Rinesch, stating (incorrectly) that the paintings were given to the Österreichische Galerie in the will of Adele Bloch-Bauer, and that the Gallery had allowed Ferdinand Bloch-Bauer to keep them during his lifetime. Dr. Garzarolli asked the heirs to fulfill the terms of Adele Bloch-Bauer's will and deliver all the remaining paintings to the Österreichische Galerie: Auf Ihr Schreiben vom 19. Jänner d.J. teile ich höflich mit, daß Frau Adele Bloch-Bauer in ihren letztwilligen Verfügung, soviel mir bekannt ist, der Österreichsichen Galerie sechs Gemälde von Gustav Klimt gewidmet hat. Der Gatte der seinerzeit verewigten Legatarin hat indessen die Österreichische Galerie gebeten, die Bilder bis zu seinem Ableben in seiner Wohnung behalten zu dürfen. Es ist dann, wie ich aus dem Aktenstand entnehme, von der Familie Bloch-Bauer der Österreichischen Galerie ein Bild von Gustav Klimt, eine Sommerlandschaft darstellend, übergeben worden. Mit Zuschrift vom 3. Oktober 1941 hat Rechtsanwalt Dr. Erich Führer auf Grund des seinerzeitigen Legate der Frau Adele Bloch-Bauer zwei in der Wohnung des Herrn Ferdinand Bloch-Bauers befindliche Gemälde von Klimt (u.zw. ein Damenbildnis und einen Obstgarten) der Österreichischen Galerie ausgefolgt, die aber früher in der Österreichischen galerie verwahrte Sommerlandschaft zurückverlangt und ausgefolgt erhalten. Es fehlen also von dem Legat gegenwärtig der Österreichischen Galerie noch vier Gemälde. 52) Hierüber habe ich vom seinerzeitigen Direktor Prof.Dr. Bruno Grimschitz ein Protokoll abverlangt, das demnächst eintreffen wird. Ich werde mir erlauben dieses in Abschrift zuzumitteln und werde Herrn Doktor bitten müssen, die endliche Erfüllung der letztwilligen Verfügungen der Frau Adele Bloch-Bauer bei den Erben des Herrn Ferdinand Bloch-Bauer anzumelden. On February 18, 1948, Dr. Garzarolli wrote to the attorney Dr. Paul Georg Glass and asked him for help finding a copy of the will of Adele Bloch-Bauer: In der Annahme daß Herr Doktor die öffentliche Verwaltung der Rechtsanwaltskanzlei Dr. Erich Führer, vormals Wien I. Seilerstätte 16, innehaben, ersuche ich Sie um Mitteilung, ob sich in den Aktenbeständen Adele und Ferdinand Bloch-Bauer ein Testament oder eine Testamentsabschrift der vor dem Jahre 1941 verstorbenen Frau Adele Bloch-Bauer vorfindet. Sie würden mich für die erbetene Mitteilung umsomehr verpflichten, als mein Aktenstand über dieses Testament nicht verfügt, indem legatarische Bestimmungen zu Gunsten der Österreichischen Galerie enthalten sein müssen. Ich bin auch für jeden Fingerzeig in dieser Richtung zu gröstem Dank verpflichtet. On February 24, 1948, Dr. Garzarolli wrote to the Finanzprokuratur Dr. Glatz requesting help with the Österreichische Galerie's attempt to claim the Klimt paintings: Mit Zuschrift vom 19. Jänner d.J. hat sich Rechtsanwalt Dr. Gustav Rinesch, Wien IV, Stalinplatz 10, an die Österreichsiche Galerie mit der Anfrage gewendet, unter welchen Bedingungen während der N.S.Zeit aus der Wiener Sammlung Ferdinand Bloch-Bauer 3 Gemälde von Gustav Klimt u.zw. 2 Porträts und eine Landschaft der Österreichischen Galerie übergeben wurden. Ich habe hierauf den vormaligen Direktor Prof.Dr. Bruno Grimschitz um Aufklärung des Sachverhaltes zu mir gebeten und erfahren, daß die verstorbene Frau Adele Bloch-Bauer seinerzeit der Österreichischen Galerie sechs Gemälde von Gustav Klimt vermacht hat, daß diese aber auf Ersuchen ihres Gatten des Herrn Ferdinand Bloch-Bauer in dessen Wohnung belassen wurden. Aus dem unvollständigen Aktenstande muß geschlossen werden, daß eine Landschaft - also eines der sechs Bilder - im Laufe der folgenden Jahre der Österreichischen Galerie ausgefolgt worden ist, weil Rechtsanwalt Dr. Erich Führer am 3. Oktober 1941 auf Grund der letztwilligen Verfügung der Frau Adele Bloch-Bauer sich bereit erklärte zwei Bilder von Gustav Klimt u.zw. ein Damenbildnis und einen Obstgarten der Österreichischen Galerie zu behändigen, wogegen ein Gemälde vom selben Künstler, eine Sommerlandschaft darstellend, ihm ausgefolgt werden mußte. Aus der Zuschrift des Herrn Dr. Rinesch vom 19.I.d.J. habe ich nun unter Anführung derselben Feststellungen, die ich hiemit mache, den Anspruch der Österreichischen Galerie auf die aus dem Legat Adele Bloch-Bauer noch aushaftenden Gemälde von Gustav Klimt angemeldet. Da ich indessen weder von seiten des den Nachlaß der Frau Adele Bloch-Bauer abhandelnden Gerichtes, noch etwa von seiten eines Notares im Aktenstande eine Legatsmeldung vorfinden kann, muß ich um die Beschaffung einer Testamentsabschrift der Frau Adele Bloch-Bauer bemüht sein, da nur hiedurch völlige Klarheit geschaffen werden kann. Ich bitte daher um den Beistand der Finanzprokuratur Wien der ich lediglich mitteilen kann, das Frau Adele Bloch-Bauer am 25. Jänner 1925 im eigenen Haus Wien I.Elisabethstrasse 18, verstorben ist. On February 25, 1948, Dr. Garzarolli wrote to his predecessor, Prof. Grimschitz, requesting a written statement concerning the will of Adele Bloch-Bauer and the transfer of the Klimt paintings to the Österreichische Galerie: Ich möchte Sie sehr bitten mir das versprochene Protokoll über den Nachlaß Adele Bloch-Bauer und über den Hergang der Übergabe einzelner Bilder von Gustav Klimt, sowie über den Abgang der noch aushaftenden Stücke in den nächsten Tagen zukommen zu lassen, da Dr. Rinesch in der Angelegenheit drängt. Prof. Grimschitz met with Dr. Rinesch on February 25, 1948, as recorded in Dr. Rinesch's memorandum (”Aktennotiz”) dated February 25, 1948: Besuch Prof. Grimschitz, welcher mitteilt, dass ihm das Testament Adele Bloch-Bauer aus dem Jahre 1923 bekannt sei, in welchem diese ihre Klimt-Bilder (2 Porträts und 4 Landschaften) der Österreichischen Galerie legiert hatte. Dieses Testament sei von Ferdinand Bloch-Bauer Grimschitz gegenüber wiederholt anerkannt worden. Auf Grund dieser Tatsache habe auch der frühere Anwalt Bloch-Bauer’s, Dr. Führer, im Jahre 1941 der Galerie 2 Bilder, und zwar das Porträt mit Goldhintergrund und eine Landschaft ”Obstgarten” ausgefolgt. Weiters hat die Österreichische Galerie das zweite Porträt (stehend) am 1.3.1943 von Dr. Führer um RM 7.500.- gekauft. Dieser Betrag wurde deshalb bezahlt, weil sonst die Finanzbehörde, welche alle Bilder Bloch-Bauer’s gepfändet hatte, nicht die Zustimmung gegeben hätte. Von den übrigen Klimt-Bildern wurde eines (Birkenwald) an die Städtische Sammlung verkauft, wo es sich noch befindet. Ein weiteres, ebenfalls eine Landschaft darstellend, wurde an Gustav Ucicky, einen unehelichen Sohn Klimt’s, verkauft. Prof. Grimschitz erklärt, dass er im übrigen weiss, dass Ucicky anlässlich dieses Ankaufes die Provenienz dieses Bildes aus der Sammlung Bloch-Bauer’s wohl bekannt war. Bezüglich der Alt-Bilder teilt Grimschitz mit, dass er sie wohl gut gekannt habe und sie auch wiedererkennen würde. Eine nähere Beschreibung kann er leider nicht angeben; er besitzt auch keine Fotografien. Seines Wissens ist es fraglos, dass diese Bilder im Frühjahr 1938 über Auftrag Hitler’s durch den Reichsamtsleiter Schulte-Strathaus nach München gelangt sind (gemeinsam mit den 2 Waldmüller ”Mutterglück” und ”Versöhnung”) und dass für diese nichts bezahlt wurde. In der Kunstmonographie über Rudolf Alt befinden sich bloss Abbildungen Bloch-Bauer’s, und zwar ”Prag-Theynkirche” (Öl) und ”Neapel”, Aquarell. Er wird mir diese Abbildungen zur Verfügung stellen. Dr. Rinesch also spoke with the Bundesdenkmalamt by telephone on February 25, 1948 and described the circumstances of the liquidation of Ferdinand Bloch-Bauer's estate: Laut tel.Auskunft Dr. Rinesch (25.II.1948) hat sich Herr Bloch-Bauer (tschech. Staatsbürger) emigriert unmittelbar nach dem Anschluss 1938 in einer Zwangslage befunden, da beträchtliche Steuerforderungen sowie private Forderungen an ihn vorlagen. Er hat daher seinem RA Dr. Führer Vollmacht zum Verkauf sein Besitztümer erteilt, der die Verpflichtung der Steuerbehörde gegenüber übernommen hat. Von dem die den Verkäufen erzielten Erlös hat H.Bl.B. persönlich keine Geldmittel erhalten. On February 26, 1948, Dr. Rinesch wrote to Robert Bentley, sending him the memorandum of his meeting with Prof. Grimschitz of February 25, 1948, and a transcript of Dr. Garzarolli’s February 16, 1948 letter. In addition he wrote: 53) . . . Die gesamte Bestände des ACP sind nämlich noch nicht einmal zur Gänze inventiert, besonders nicht die Gobelins, so dass die Hoffnung besteht, dass sich unser Gobelin ”Ernte” auch noch einfindet. Wenig Hoffnung besteht für das Zustandebringen der Altbilder. Zunächst besitzen wir keine Fotografien. Auch Dr. Grimschitz, mit dem ich gestern gesprochen habe, könnte vielleicht 2 davon identifizieren (siehe Aktennotiz Beilage II). Demus erzählte mir, dass die Altbilder angeblich noch im Jahre 1944 zum grossen Teil nach Dresden geschafft wurden (russische Zone), daher können sie als verloren gelten. Der Vorgang wird der sein, dass alle als österreichsiches Kunstgut festgestellten Bilder von München dem Denkmalamt ausgefolgt werden. Die privaten Sammler müssen dann mit diesem Amte die Rückgabe nach den Bestimmungen des Rückstellungsgesetzes vereinbaren. Da die amerikanischen Behörden ungeheuer langsam arbeiten, besteht nicht die Aussicht, dass wir vor Ablauf eines weiteren Jahres so weit sind. Es ist ausserdem noch gar nicht feststehend, auf welche Weise wir uns mit dem Denkmalamt auseinanderzusetzen haben und ob dieses etwa beabsichtigt, die bezahlten Kaufpreise geltend zu machen. Schliesslich wird dann die Ausfuhrbewilligung eine weitere Schwierigkeit bilden, den diesbezüglichen Standpunkt des Denkmalamtes habe ich Dir ja bereits mitgeteilt. Porzellansammlung: Hierüber schrieb ich Dir am 6.2.1948. Inzwischen hat mir das Denkmalamt die Ausfuhrbewilligung über 15 Objekte aus dem Österr. Museum angekündigt, wobei die erwähnten 19 Stück laut Liste zu meinem letzten Schreiben gesperrt werden. Ich erwarte Deine Meinung dazu, dann werde ich auch mit der Städt. Galerie weiter verhandeln. Dr. Ernst schieb mir weiters auch laut Anlage III. Dieser Vorschlag ist etwas anders als der mir zuletzt mündlich gemachte, über den ich bereits berichtet habe. Den Rückstellungsantrag wegen weiterer Porzellanstücke gegen Ing. Walter Schmeil habe ich in Salzburg eingebracht. Ich habe jedoch noch keinen Bericht meines Substituten über die Durchführung der Sicherstellung dort. Adele Bloch-Bauer - Klimt-Bilder: Die Österr. Galerie schreibt mir hierüber laut Anglage IV. Ich habe mit Grimschitz auch darüber gesprochen. (Siehe Aktennotiz Beilage II). Der Worlaut des Testamentes ist mir leider nicht bekannt, ich hoffe es jedoch noch in den Akten Dr. Führer’s zu finden. Wer hat eigentlich die Verlassenschaft damals abgehandelt? Es ist natürlich nicht meine Sache, die Erfüllung des Testamentes zu veranlassen, soweit mir diese Bilder garnicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Bild befindet sich im Privatbesitz Ucicky’s. Sollte das Testament Rechtsgültigkeit haben, werde ich mich mit den Erwerbern dieser Bilder nicht herumraufen, sondern ich überlasse das dem Museum. On February 26, 1948, Dr. Glass responded to Dr. Garzarolli stating that he could not find a file concerning Ferdinand and Adele Bloch-Bauer in Dr. Führer's files: Ich bestätige den Empfang Ihres gesch. Schreibens vom 18.II.1948 und beehre mich als Abwickler der Kanzlei Drs. Führer Ihnen mitzuteilen, dass sich unter den von mir übernommenen, neu registrierten und verwalteten Akten ein Akt Adele und Ferdinand Bloch-Bauer nicht befindet. Leider ist es mir daher nicht möglich Ihrer Wünschen zu entsprechen. |
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