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Zahlung aus Bankenvergleich an Canfor-Erben in Vancouver
Fdr. Vancouver, 17. April
Die
Meldung, wonach der New Yorker Richter Edward Korman den Erben von zwei österreichischen Industriellenfamilien gut 26 Mio. Fr. aus dem Schweizer Grossbankenvergleich zugesprochen hat (vgl. NZZ vom 15. 4. 05), bedarf aus
kanadischer Sicht einer Ergänzung. Als Empfänger der Mittel werden vorab die in Los Angeles lebende Holocaust-Überlebende Maria Altmann sowie weitere Erben der österreichischen Industriellen Ferdinand Bloch-Bauer und Otto Pick
genannt. Wie die Tageszeitung «Vancouver Sun» am Wochenende berichtete, gehören damit auch prominente Unternehmer Vancouvers zu den Entschädigten. Maria Altmann ist nämlich die Schwester des 1986 in Vancouver verstorbenen
Leopold (Poldi) Lionel Garrick Bloch-Bauer, der seinen Namen nach seiner Ankunft in Kanada 1938 zu L. L. G. Bentley änderte. Bentley, geboren 1905 in Wien, war der Sohn von Gustav Bloch-Bauer, der seinerseits der Bruder des
kinderlos gebliebenen Ferdinand Bloch-Bauer war. Der ebenfalls nach Kanada geflohene Sohn von Otto Pick, nämlich Hans (später John) Pick, Schwager von Bentley-Bloch-Bauer, änderte seinen Namen zur gleichen Zeit zu John G.
Prentice. Er starb 1987 im Alter von 79 Jahren.
Bentley und Prentice gründeten nach ihrer Ankunft in Vancouver zusammen die Firma Pacific Veneer and Plywood, eine frühe Vorläufergesellschaft der heutigen Canfor Corp.,
die 2004 die Slocan Forest Products Ltd. erworben hat und die heute als grösster kanadischer Bauholzproduzent gilt; als Verwaltungsratspräsident zeichnet Peter Bentley.
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