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"Alle Argumente verworfen”
Nach einer Stellungnahme des US-Justizministeriums geht das Verfahren um sechs Klimt-Bilder in eine neue Runde.
Von Horst Christoph
Randolf Schoenberg, Anwalt in einem kalifornischen Verfahren gegen die Republik Österreich um Rückstellung von sechs Bildern Gustav Klimts an Maria Altmann, die Erbin des jüdischen Besitzers Ferdinand Bloch-Bauer, ist davon
überzeugt, dass das kalifornische Kreisgericht nicht von seiner im Dezember ausgesprochenen Aberkennung der österreichischen Immunität in diesem Fall
abgehen werde. Das US-Justizministerium hatte auf Intervention Österreichs vorvergangene Woche dem Gericht empfohlen, die Immunität Österreichs gemäß dem "Foreign Sovereign Immunities Act” (FSIA) zu respektieren.
Schoenberg, Enkel des österreichischen Komponisten Arnold Schönberg, gegenüber profil: "Alle Argumente, die Österreich vorbrachte, wurden vom Gericht bereits im Dezember ausführlich diskutiert und verworfen. Es ist
sehr unwahrscheinlich, dass der von drei Richtern einstimmig gefasste Spruch widerrufen wird.” Ebenfalls für unwahrscheinlich hält der Anwalt, dass, wie
von Österreich gefordert, ein erweitertes Gremium von elf Richtern über den Entscheid befindet. Behält Schönberg Recht, so steigen Maria Altmanns Chancen auf Rückstellung der Bilder. Gustav Klimt "Adele Bloch-Bauer”,
1907.
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