Artikel 29.5.2002, APA

Klimt-Bilder: Bloch-Bauer-Erbin Altmann sagt aus

Utl.: Keine "normale Anhörung" im Verfahren, sondern Sicherung

Washington (APA) - Die Bloch-Bauer-Erbin Maria Altmann wird heute, Mittwoch, im in Kalifornien anhängigen Verfahren gegen die Republik Österreich und die Österreichische Galerie um die beantragte Rückgabe von sechs Klimt-Bildern eine "Aussage unter Eid" ("deposition") machen. Eine "normale Anhörung" im Verfahren findet damit nicht statt, Altmanns Aussage soll lediglich für das Gericht für eine spätere Verhandlung gesichert werden, falls die heute 86-Jährige dazu dann nicht mehr in der Lage sei, erläutert Altmanns Anwalt E. Randol Schoenberg.

In dem Streit geht es um die Rückgabe der Bilder "Adele Bloch-Bauer I", "Adele Bloch-Bauer II", "Apfelbaum I", "Buchenwald (Birkenwald)" und "Häuser in Unterach am Attersee" sowie "Amalie Zuckerkandl" im Rahmen von Verfahren des Kunstrückgabegesetzes.

Schoenberg hatte in den USA eine Klage gegen die Republik Österreich eingebracht, nachdem eine Klage in Österreich auf Grund des hohen Streitwerts (145 Mill. Euro) aus Kostengründen nicht weiter verfolgt werden konnte. Die Klägerin hätte Gerichtsgebühren von damals 24 Mill. S hinterlegen müssen.

Im Herbst vergangenen Jahres wurde in Kalifornien in erster Instanz festgestellt, dass eine solche Klage tatsächlich vor einem amerikanischen Gericht, auf der Grundlage österreichischer Gesetze, verhandelt werden kann. Dagegen hatte die Republik berufen. Zuletzt hatte im März ein US-Gerichtshof eine außergerichtliche Einigung vorgeschlagen.

Internet: http://www.adele.at
(Schluss) gru/leh


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Ing. Leo Hoschka, Vienna

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Herausgeber / editor:
E. Randol Schoenberg  
Dr. Stefan Gulner