Artikel 23.12.2002, ORF

Klimt-Bilder: Österreich möchte mehr Zeit

Übersicht
Im Rechtsstreit um die Rückgabe von sechs wertvollen Klimt-Gemälden
zwischen der Republik Österreich und der Erbin von Ferdinand Bloch-Bauer,
Maria Altmann, hat die Republik vor einem US-Gericht eine Verlängerung der
Berufungsfrist beantragt.

Österreich wolle die 14-Tage-Frist, die am 26. Dezember ablaufe, bis zum
27.Jänner 2003 verlängern, sagte Altmanns Anwalt Randol Schoenberg gegenüber
der APA. Die Republik wolle damit mehr Zeit gewinnen für einen Einspruch
gegen die Entscheidung eines Berufungsgerichts, wonach in dem Fall eine
Zuständigkeit der US-Gerichte gegeben sei.

Anwalt: Österreich verzögert Entscheidung

Da die Klägerin Maria Altmann 86 Jahre alt sei und das Verfahren um die
Zuständigkeit bereits seit zwei Jahren geführt werde, lehne er eine
Verlängerung der Berufungsfrist ab, meinte der Anwalt. Die Republik habe
seit Beginn des Verfahrens immer wieder versucht, den Prozess in die Länge
zu ziehen, kritisierte Schoenberg: "Das machen sie seit zwei Jahren, ohne
Rücksicht auf das Alter der Klägerin".


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Ing. Leo Hoschka, Vienna

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Herausgeber / editor:
E. Randol Schoenberg  
Dr. Stefan Gulner