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24.08.2000 kultur.diepresse.at Bloch-Bauer-Erbin klagt die Republik Österreich Maria Altmann, Bloch-Bauer-Erbin, hat in Kalifornien die Republik Österreich auf Herausgabe von fünf Klimt-Gemälden aus dem Belvedere geklagt. ------------------------------------------------------------------------ Maria Altmann, 84jährige Hälfte-Erbin nach dem Zuckerindustriellen Ferdinand Bloch-Bauer, hat beim US-District Court for the Central District of California eine Klage gegen die Republik Österreich und die Österreichische Galerie eingebracht: Sie beansprucht fünf Klimts aus dem Belvedere, deren Rückgabe der Restitutionsbeirat des Bildungsministeriums im Juni 1999 abgelehnt hat: unter Berufung auf das Testament der 1925 verstorbenen Adele Bloch-Bauer aus dem Jahr 1923, in dem die Gemälde der damaligen Staatsgalerie, heute Österreichische Galerie, vermacht wurden. Nach der Ablehnung durch den Restitutionsbeirat hatte Maria Altmann eine Klage beim Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen eingebracht, diese aber wegen hoher Gerichtsgebühren nicht weiter verfolgt. Es ging um 24 Millionen Schilling bei einem Streitwert von zwei Milliarden Schilling. Eine Reduzierung der Gerichtsgebühr wurde abgelehnt. Da bei einer Klage in den USA keine Kosten für die Mandanten anfallen, das Risiko trägt der Advokat, hat der Altmann-Anwalt E. Randol Schoenberg nun eine Klage in Los Angeles eingereicht. Die andere Hälfte-Erben aus der gräflichen Familie Auersperg lehnen eine Klage ab. "Wir haben die Klageschrift noch nicht", wehrt Sektionschef Wran vom Bildungsministerium Fragen nach Konsequenzen und Kosten des Rechtsstreits für Österreich ab. Es sei aber klar, daß man sich einen oder zwei Anwälte nehmen werde: "Das wird sicher kompliziert werden", so Wran, der auf die unterschiedlichen Rechtssysteme in den USA und Österreich verweist, die man vom Schiele-Fall ("Wally" ist noch immer in den USA) kenne: "Bei uns gilt das Prinzip, der Unterlegene zahlt, in den USA gilt Kostenseparation." Es werden oft wegen der hohen Kosten der Verfahren aus rein wirtschaftlichen Gründen Vergleiche geschlossen. Die Klageschrift kommt über das Außenministerium. "Wir sind nicht überrascht", meint Direktor Gerbert Frodl von der Österreichischen Galerie: "Die Klage war ja angekündigt. Wir harren der Dinge." |
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