Artikel 19.8.2000 
Die Presse

Kunstrückgabe empfohlen

Ein anderer Gehrer-Beirat, jener für Kunstrückgaben aus Bundessammlungen, empfahl am Freitag die Rückstellung von fünf Werken: die Erben nach Paul Bittmann sollen aus der Albertina je eine Miniatur von Moritz Daffinger und Robert Theer bekommen, Nachfahren der Familie Grünzweig eine Miniatur von Laurenz Grünbaum (Albertina), Erben nach Richard Weinstock ein Kunstblatt aus der Nationalbibliothek.

Die Erbin nach Louis Rothschild erhält ein Zeichnung (Hermaphrodit) aus der Albertina. Nicht empfohlen wird die Rückgabe von zwei Stilleben von Musikinstrumenten aus der Österreichischen Galerie an Erben Paul Wittgensteins, ein Nachfahre des Philosophen Ludwig Wittgenstein.

Die Bilder waren nicht beschlagnahmt, Paul Wittgenstein hatte sie zunächst geliehen und der Österreichischen Galerie 1950 geschenkt, so Sektionschef Wran (Bildungsministerium), Vorsitzender des Restitutionsbeirates, zur "Presse". Heikle Fälle kommen auf den Beirat zu: Klimts "Apfelbaum II" aus der Österreichischen Galerie (1961 gewidmet von Gustav Ucicky, ehemals August Lederer) sowie Klimts "Amalie Zuckerkandl", 1988 von Vita Künstler gewidmet.

Zwei Familien beanspruchen das Bild: Müller-Hofmann und Bloch-Bauer, letztere vertreten durch den Anwalt E. Randol Schoenberg, der Maria Altmanns Forderung nach fünf Klimt-Gemälden der Familie Bloch-Bauer im Belvedere vertreten hat - deren Rückgabe abgelehnt wurde.p.


designed by:
 
Ing. Leo Hoschka, Vienna

Last Release from: 04/02/07 02:10

Herausgeber / editor:
E. Randol Schoenberg  
Dr. Stefan Gulner