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Der Fall Bloch-Bauer: Erbin ist "zutiefst erbost" Wien - Maria Altmann, die 83jährige Erbin von Ferdinand Bloch-Bauer, ist über die Entscheidung von Kulturministerin Elisabeth Gehrer, jene fünf Gemälde von Gustav Klimt, auf die ihre Familie Anspruch erhebt, nicht zu restituieren, "zutiefst erbost". Die Beurteilung des Testaments von Adele Bloch-Bauer hält Altmann gegenüber STANDARD-Autor Hubertus Czernin für nicht stichhaltig: "Nehmen wir an, daß Adeles Legat tatsächlich rechtsverbindlich war, was ja nicht der Fall ist: Glauben Sie, daß sie ein Legat zugunsten der Galerie gemacht hätte, nachdem alles geplündert und geraubt worden war? Sie war ein strenger und gerechter Mensch. Daher ist es undenkbar, daß das, was jetzt geschehen ist, ihrem Wunsch entsprochen hätte." Altmann berichtet auch von einem Treffen mit Gerbert Frodl, Direktor der Österreichischen Galerie, der ihr einen Kompromiß angeboten habe: Die drei Landschaftsbilder könne man entbehren, die beiden Adele-Porträts aber dürfe sie der Galerie nicht wegnehmen. So habe sie das Goldene Porträt als Geschenk angeboten. (trenk) |
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