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Heftige Kritik an Nicht-Rückgabe der Klimt-Gemälde <<...>> US-Anwälte kritisieren "moralische fragwürdige" Entscheidung Wien - Harte und heftige Reaktionen darüber, daß der Kunstrückgabebeirat am Montag gegen eine Rückstellung der Klimt-Gemälde der Österreichischen Galerie aus der Sammlung Bloch-Bauer gestimmt hat, kamen aus den Vereinigten Staaten. "Eine typisch österreichische Schweinerei" zitiert "Der Standard" am Dienstag die erste Reaktion des Anwalts Randolf Schoenberg. Im ORF-Morgenjournal, das den Anwalt der 83jährigen Nichte und Erbin nach dem 1946 im Exil verstorbenen Zuckerindustriellen Ferdinand Bloch-Bauer Maria Altmann in Los Angeles befragt hat, erklärt Schoenberg, daß man wiederholt um Stellungnahme und um Teilnahme bei den Rückstellungsverfahren gebeten habe. "Aber wenn es kein Gerechtigkeitsgefühl in Österreich gibt, haben wir keine Chance". Das im Vorjahr verabschiedete Kunstrückgabegesetz wurde wiederholt kritisiert, weil es den Opfern keine Parteienstellung einräumt und in den Kunstrückgabebeirat kein ausländischer Experte und keine Opferorganisation einberufen wurden. Der amerikanische Rückstellungsanwalt Willi Korte meinte im Morgenjournal, daß mit der Entscheidung, eine "moralisch fragwürdige Ansicht der Nachkriegszeit übernommen" würde. "Das sieht doch eher wie eine formaljuristische Entscheidung aus, die den Eindruck vermittelt, man wolle die richtigen Argumente finden, um diese Bilder im Land behalten zu können". Bei einer Podiumsdiskussion im März dieses Jahres, zu der Maria Altmann als Zeitzeugin und Betroffene nach Wien geladen worden war, hatte sie die Atmosphäre im Nachkriegs-Österreich so beschrieben: "Da war eine Mauer, gegen die man nicht ankämpfen konnte. Wir wußten, daß ein Schatz wie Klimt nicht herausgegeben wird, also haben wir der Schenkung zugestimmt, damit die anderen Sachen herausgegeben werden." (APA) |
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