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Kampf um Klimt-Bilder geht weiter
Der Rechtsstreit um die Klimt-Bilder ist noch nicht entschieden / Bloch-Bauer-Erben klagen Die Erben nach Ferdinand Bloch-Bauer haben heute, Dienstag, am Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen Klage gegen
die Republik Österreich eingebracht. Das gaben ihre Anwälte bei einer Pressekonferenz bekannt. Sie klagen die Republik auf Herausgabe von fünf Bildern Gustav Klimts. Nach Erlass des Restitutionsgesetzes im Dezember 1998 haben
die Anwälte der Bloch-Bauer-Erben (Randol Schoenberg für die Kanzlei Fried, Frank, Harris, Shriver & Jacobson aus Los Angeles und Stefan Gulner, Wien) Antrag auf Rückstellung von fünf Klimt-Bilder aus der Österreichischen
Galerie gestellt.
Ende Juni dieses Jahres wurde ihr Antrag von der Rückstellungskommission abgelehnt. Die zuständige Ministerin Elisabeth Gehrer, beschied, dass die Bilder in der Österreichischen Galerie verbleiben.
Die Vorgeschichte: Adele und Ferdinand Bloch-Bauer erkannten die kreative Kraft Gustav Klimts und kauften seine Bilder. Adele starb 1925. In ihrem Testament hält sie fest. "Meine 2 Porträts und die 4
Landschaften von Gustav Klimt, bitte ich meinen Ehegatten nach seinem Tode der österr. Staats-Galerie in Wien, . . . zu hinterlassen." (Heute geht es um fünf Klimt Bilder, denn eines hat Ferdinand bereits 1926 dem
Museum geschenkt.) Dazu kam es nicht. Ferdinand Bloch-Bauer musste 1938 vor den Nazionalsozialisten fliehen. Der Besitz des Industriellen wurde enteignet.
Die Klimt-Bilder kamen in die Österreichische Galerie. Ferdinand
Bloch-Bauer starb 1945 im Exil in der Schweiz. Nach dem Krieg stellten seine Erben Anträge auf Rückgabe. Unter anderem wurde ihnen ein Teil der Kunstsammlung zurückerstattet.Die Klimt-Bilder waren nicht dabei. Die unverbindliche Bitte, die Adele Bloch-Bauer in ihrem Testament formulierte, wurde von den Erben 1948 als verbindliche Verpflichtung anerkannt.
Eine Anerkennung unter Druck: Im Gegenzug bekamen sie die Ausfuhrgenehmigung für andere Besitztümer. Hier haken die Anwälte ein. Adele hat in ihrem Testament nicht verfügt, dass ihre Bilder ins Museum kommen
sollen, sie hat ihren Mann nur darum gebeten.
Sie ging 1923 außerdem davon aus, dass ihr Mann weiterhin eine wichtige gesellschaftliche Stellung im Staat haben werde. Dass die Geschichte anders verlaufen werde, konnte sie nicht ahnen. Im Nachlass von Adele
scheinen die Klimt-Bilder außerdem nicht auf. Ferdinand hat nachweislich nichts dem Österreichischen Staat vermacht. Jetzt haben die Gerichte darüber zu befinden, an wessen Wänden die
Klimts in Zukunft hängen werden. Anwalt Stefan Gulner rechnet mit einer Prozessdauer von ein bis zwei Jahren. Autor: Henriette Horny Bild: APA/Herbert Pfarrhofer
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