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Zurück zur Suche Gründung einer Raubkunst-Clearingstelle Kulturministerin wies an, die Vorbesitzer zu kontaktieren Wien - Um eine lückenlose Aufarbeitung der Archive bezüglich der nach dem Zweiten Weltkrieg abgepreßten oder nicht restituierten Kunstwerke zu garantieren, verfügte Kulturministerin Elisabeth Gehrer, eine überparteiliche Clearing- und Service-Stelle einzurichten. Ein Kunsthistoriker soll die Anfragen der in der Nazi- und Nachkriegszeit bestohlenen beziehungsweise zur Bilderschenkung genötigten Familien bearbeiten. Zudem wies Gehrer an, die betroffenen Personen respektive ihre Nachkommen zu kontaktieren. Im STANDARD-Interview beteuert sie, daß keine Unterlagen zurückgehalten würden. Sollten die Museumsdirektoren und -kustoden ihrer Weisung nach Offenlegung des Materials nicht Folge leisten, würde dies geahndet werden. Auch wenn der Anspruch auf die Kunstgegenstände rechtlich verjährt sei, plädiere sie vehement dafür, die Rückgabe "großzügig" zu handhaben, "wenn etwas moralisch nicht einwandfrei war". (trenk) Seite 9 © 1998 DER STANDARD |
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